Geschäftshaus Städtle 21

TYPOLOGIE

Geschäftshaus

STANDORT

Vaduz, Liechtenstein

BAUBEGINN

2016

Geschäftshaus Städtle 21

Bei dem Geschäftshaus Städtle 21 handelt es sich um eine Immobilie in der Fussgängerzone von Vaduz. Das Haus ist umgeben von geschlossener Blockrandbebauung, welches als 2 -Spänner direkt am Vaduzer Schlosshang realisiert wird. Der Stadtraum weitet sich an dieser Stelle der Städtle-Strasse gegen Norden aus und erlaubt einen Ausblick bis zum Rathaus. Dabei ersetzt der Neubau das ehemalige Hotel Real. 

Die Treppenhäuser entstehen jeweils an den Gebäudeecken an der Seite des Hanges.

In diesem Geschäftshaus entsteht eine Einstellhalle im Untergeschoss, drei Hauptgeschosse für Verkaufsgeschäfte, sowie zwei rückversetzte Attikageschosse

mit Hotelnutzung. Diese entstehen direkt über das südlich gelegene Hotel Residence.

Die Nutzungsfläche für die Vermietung beträgt ca.1250m2. Für das Hotel werden 770m2 mit 20 Zimmern in drei Klassen zur Verfügung stehen.

Architekturkonzept:

Für die Bebauung des Grundstücks wurde zuvor von der Gemeinde ein Überbauungsplan ausgearbeitet, der die Gebäudehöhen und Baulinien vorgab.

Der Entwurf sieht eine siebenteilige Fassade vor, die geschossweise über horizontale Gesimse gegliedert wird. Im Erdgeschoss wurde bereits im Überbauungsplan eine 2.8m tiefe Arkade vorgegeben. Direkt über den Gesimsen liegen jeweils sieben grosszügige Fenster umrahmt von den dazwischenliegenden Pfeiler und dem Sturz.

Die Architektur sieht vor, dass die Arkade als Sockelgeschoss betont wird, wobei grossformatige vorgehängte Natursteinplatten verwendet werden. Die Gesimse werden ebenfalls in Naturstein oder Betonwerkstein ausgebildet. Die Fassaden in den Obergeschossen werden mit einem weissen Fassadenputz erstellt, wobei die Attikageschosse einen etwas dunkleren Farbton aufweisen. Sämtliche Fensteröffnungen werden zudem mit einer Vertiefung eingefasst.

Die Fenster im ersten und zweiten Obergeschoss des Hauses werden innen bündig montiert wodurch die Pfeiler in ihrer tragenden Funktion bestätigt werden. Zudem dient dies der Beschattung der Fenster. Ein weiteres Element in den Fenstern im ersten und zweiten Obergeschoss sind die Lüftungsflügel. Sie werden in einem versetzten Rhythmus angeordnet. Ihre Textur und die an die Seiten gedrängte Anordnung soll eine Beziehung zum hangseitigen Laubwald herstellen. Die grossen Fenster selber sind Fixverglast und dienen als Werbefläche und können individuell beleuchtet und gestaltet werden.

Im Inneren werden zwei hangseitige Treppenkerne mit offenem Treppenauge vorgesehen die für das Grundrisslayout eine hohe Flexibilität ermöglichen. Zudem werden die Lasten direkt über die Fassade und im hangseitigen Bereich abgetragen, wodurch dazwischen ein stützenloser offener Raum entsteht. Die Geschosse können flexibel aufgeteilt werden und die Raumhöhe beträgt Netto bis zu 3.6m je nach lüftungstechnischen Erfordernissen.

Im Haus werden sämtliche Nutzflächen kontrolliert be- und entlüftet, können jedoch auch natürlich belüftet werden. Als Heiz- und Kühlsystem ist eine Erdsonden-Wärmepumpe auf Minergie-Niveau vorgesehen.

BILDER

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